Basler Tambour

Fritz Berger bei einem Auftritt im Januar 1959. Foto: Hans Bertolf (Staatsarchiv Basel BSL 1013 2-101 1).
*03.02.1895 in Basel, †22.04.1963 in Basel. In der Basler Fasnachtsszene bekannt als «Frutz» und als «Drummel-Doggter». Sohn des Ludwig Berger und der Elise Berger, geborene Alt.
Berger absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Postbeamten, bevor er an der juristischen Fakultät der Universität Basel studierte, wo er 1922 promovierte.
Von 1907 bis 1909 besuchte er die Trommelschule im Klingental, wo er von Albert Dischler, Ludwig Mutterer und Emil Hug unterrichtet wurde. In den Jahren 1910 und 1911 setzte er seine Ausbildung in der Trommelschule des Fasnachts-Comités bei den Lehrern Adolf Weber und Carl Dischler fort. 1911 trat er der Fasnachtsclique Lälli 1902 bei. 1923/1924 war er Präsident der Lälli-Clique. 1926 gründete er zusammen mit Rudolf Haessig, Emil Hidenlang, Adolf Riggenbach sen. und Carl Volderauer die Fasnachtsclique Alti Richtig.
Zwischen 1917 und 1925 hielt er sämtliche Basler Trommelmärsche und Tagwachten in Notenschrift fest. 1928 veröffentlichte das Fasnachts-Comité sein Werk Das Basler Trommeln, ein Lehrgang mit einer Marschsammlung und einem geschichtlichen Teil. Er entwickelte eine systematische Trommelnotenschrift mit speziellen Zeichen für die Anschlagsformen Schlepp und Doublé.
1933 leitete Berger einen Weiterbildungskurs für Tamboureninstruktoren der Schweizer Armee. 1936 wurde er Mitglied der National Association of Rudimental Drummers (NARD) in Chicago. Zwei Jahre später, 1938, ernannte ihn die Académie de Tambour et Timbales in Paris zum Ehrenmitglied. 1958 trat er als Solist an der Basler Trommel beim Geigy Festival Concerto (Rolf Liebermann) auf. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Alfons Grieder und Daniel Quinodoz. Berger knüpfte zahlreiche internationale Kontakte, insbesondere in die USA, nach England, Schottland, Frankreich und Holland.
Albert Bachmann: "Berger, Fritz Robert", in: Dictionnaire de la musique en suisse, Version du: . En ligne: http://mls-dms.ch/view/berger-fritz-robert-qmdb. Consulté le 20.05.2026.