Das Klingende Museum Bern (bis 2019: Klingende Sammlung) wurde 2017 als Ausstellungsort der Klingenden Sammlung an der Kramgasse 66 in Bern eröffnet. Trägerschaft ist die Stiftung Instrumentensammlung Burri, gegründet 2014 zur Erhaltung der Blasinstrumentensammlung von Karl Burri. Ihr Zweck ist die Konservierung, Erforschung, Ausstellung und Vermittlung europäischer Blasinstrumente und Trommeln der Neuzeit. Sammlungskonzept und Forschung sind auf schweizerische Hersteller fokussiert.
Die Sammlung basiert auf folgenden vorbestehenden Sammlungen: Blasinstrumentensammlung Karl Burri (1970–2008 privat in Zimmerwald ausgestellt), Sammlung Hirsbrunner Sumiswald (seit dem frühen 19. Jh. bis 2016 in der Firma ausgestellt), Blasinstrumente des Klosters Einsiedeln und private Querflötensammlung «Flautorama» von Ueli Halder. Das Klingende Museum wird laufend durch Ankäufe oder Legate ergänzt. Stiftungsratspräsident seit Gründung 2014 ist Guy Jaquet.
Das Museum vermittelt in seinen Ausstellungen die Vielfalt der Blasinstrumente und Trommeln und deren Musik. Es hat ganzjährig fixe Öffnungszeiten und bietet Führungen und Konzerte an. Die Sammlung umfasst gegen 2000 Objekte und richtet sich an Forschende sowie Spezialistinnen und Spezialisten der historischen Aufführungspraxis.
Viele der historischen Blasinstrumente sind auf Gesuch hin anspielbar, rund 100 davon sind für Konzerte geeignet und werden vermietet. Die Museumsgäste können auf Nachbauten historischer Instrumente erste Spielversuche machen. Beides sind Besonderheiten in der Museumswelt.
Adrian von Steiger: "Klingendes Museum Bern", in: Dictionnaire de la musique en suisse, Version du: 10.04.2026. En ligne: http://mls-dms.ch/view/klingendes-museum-bern-1gX0. Consulté le 14.04.2026.